| Wein -
und kulinarisches ABC .......... Die hier gegebenen Erläuterungen enthalten allgemein gültige Fachbegriffe, italienische Traubensorten sowie italienische Ausdrücke, die bei einer Reise nach Italien nützlich sein können. |
| A B C D E F G H I K L M N O P Q R S T U V W Z |
| A |
| ABBEEREN: |
| auch rebeln oder entrappen genannt; entfernen der Stiele (Kämme, Rappen) vor dem Pressen der Trauben |
| ABBOCCATO: |
| italienisch für lieblich |
| ABGANG: |
auch Finale genannt; Geschmackseindruck, der nach dem Hinunterschlucken des Weins bleibt; ein langer Abgang wird positiv gewertet |
| ABSTICH: |
| auch Abzug genannt; trennen des frisch vergorenen Weins von den Hefen (beim Weißwein) bzw. von den Schalen (beim Rotwein, auch ,,von der Maische abziehen" genannt) durch Umpumpen in ein anderes Faß; Ende der Gärung |
| ACIDITÀ: |
| italienisch für Säure |
| ACIDULO: |
| italienisch für säuerlich, säurehaltig |
| ADSTRINGIEREND: |
Geschmackseindruck bei jungen, im Gerbstoff (Tannin) aggressiven Rotweinen |
| AGLIANICO: |
| edle Rotweintraube griechischen Ursprungs; Höhepunkte erbringt sie in den Rotweinen TAURASI (Kampanien) und AGLIANICO DEL VULTURE (Basilicata) |
| ALBANA: |
| in den Hügeln der Romagna heimische Weißweintraube; liefert trockene und halbtrockene Still- und Perlweine |
| ALEATICO: |
| Traube, die ansprechende Dessertweine in Latium (Aleatico di Gradoli), Apulien (Aleatico di Puglia), Umbrien und Toskana erbringt |
ALKOHOL / ALCOOL: |
entsteht während der Gärung durch Umwandlung des Zuckers im Most; je nach Zuckeranteil schwankt der Alkoholgehalt des Weins zwischen 8,5 und 15 Volumenprozent |
| AMABILE: |
| italienisch für lieblich, etwas süßer als abboccato |
| AMARO: |
| italienisch für bitter |
| AMAROGNOLO: |
| der in vielen italienischen Weinen vorkommende Bittermandelgeschmack |
| AMBRATO auch AMBRA: |
| die Bernsteinfarbe vieler Dessert- und Aperitif-Weine, z.B. beim Marsala |
AMERIKANERREBEN: |
amerikanische Ursprungsreben, die heute als > Unterlagsreben für die europäischen Edelreben verwendet werden, weil sie sich als resistent gegen die > Reblaus erwiesen haben |
ANNATA: |
| italienisch für Jahrgang ; auch Bezeichnung für einen jungen, schon im Jahr nach der Lese freigegebenen Wein |
| ANREICHERN: |
auch > Chaptalisieren genannt; hinzufügen von Zucker zum Most vor der Gärung, um einen höheren Alkoholgehalt beim Wein zu erzielen; in einigen Ländern (wie Italien) verboten; statt Zucker ist dort nur Traubenmostkonzentrat erlaubt |
| ANSONICA: |
| toskanischer Name für die weiße Traube Inzolia |
hart schmeckender, natürlicher Bestandteil des Weins; bei frischen Weißweinen geduldet, bei Weißweinen, die im Barrique ausgebaut werden, meist unerwünscht; bei Rotweinen stets unerwünscht > Malolaktische Gärung |
| ARNEIS: |
| war fast verschwunden; im Roero und in den Langhen (Piemont) verbreitete Weißweinrebe; ergibt Weißweine von beachtlicher Persönlichkeit und Finesse; fruchtige Nase, körperreich, moderater Säuregehalt |
AROMA: |
Geschmack des Weins; während im Most zirka 100 verschiedene Aromastoffe gemessen wurden, lassen sich nach der Gärung fast 500 Aromastoffe im Wein nachweisen |
| ASCIUTTO: |
| italienisch für knochentrocken |
Mischen gleichen Weins aus verschiedenen Fässern unterschiedlicher, aber zueinander passender Weinpartien oder verschiedener Rebsorten zu einem einheitlichen Wein (zum Beispiel Champagner, Bordeaux) > Cuveé |
| ÄTHYLALKOHOL: |
| auch Äthanol; Alkohol in hochwertiger Form im Wein > Methylalkohol |
| AUFSPRITEN: |
| Hinzufügen von Weinbrand oder anderen Alkoholen zum Wein; ergibt Likörweine wie Portwein, Madeira, Sherry, Marsala, Banyuls |
| AUSBAU: |
Reifung des Weins in Holzfässern, Edelstahltanks oder anderen Behältnissen für die bessere Trinkreife |
| AZIENDA AGRICOLA / AZIENDA AGRARIA / AZIENDA VITIVINICOLA: |
| italienisch für Gut, Weingut |
| B nach oben |
| BARBERA: |
| verbreitete, herzhafte rote Hauptrebe des Piemont; dominiert in den Provinzen Asti und Alessandria, ist aber auch im Turin und Alba stark vertreten; neben Sangiovese die meist angepflanzte Rebe Italiens für Rotweine |
| BARRRIQUE: |
| kleines Eichenholzfaß mit 225 Liter Inhalt, einst für Bordeauxweine entwickelt, heute in aller Weit verbreitet |
| BIANCO: |
| italienisch für weiß |
| BIANCOLELLA: |
| Weißweinrebe aus Kampanien, vor allem auf Ischia reinsortig und zusammen mit Forastera in DOC-Weißweinen |
| BICCHIERE: |
| italienisch für Trinkglas |
| BÖCKSER: |
| unspezifischer Ausdruck für Geruchs- oder Geschmacksfehler im Wein; dabei wird unterschieden zwischen bleibenden Weinfehlern (Essigstich, Muchsäurestich) und vorübergehenden Unsauberkeiten (etwa Hefe- oder Schwefelwasserstoftböckser, Muffton), die verschwinden, wenn der Wein Luft bekommt |
| BOMBINO BIANCO: |
| Hauptrebe für Apuliens San Severo bianco; wird auch in den Abruzzen und an der Adria-Küste angebaut |
| BOMBINO NERO: |
| rote Traube für Apuliens Castel del Monte rosato |
| BONARDA: |
| in den Novara-Bergen (Piemont) heimische Rotweinsorte; im Oltrepó Pavese (Lombardei) wird der Name für Croatina gebraucht |
| BOSCO: |
| weiße Traubensorte; Hauptbestandteil vom Weißwein Cinqueterre in Ligurien |
| BOTRYTIS CINEREA: |
| ein Schimmelpilz, erwünscht für Sauternes, aber auch für viele Dessert-Weine ( > Edelfäule ) |
| BOTTE: |
| italienisch für Faß |
| BOTTIGLIA: |
| italienisch für Flasche |
| BRACHETTO: |
| Traube für perlende, meist liebliche Rotweine im Piemont um Acqui und Asti |
BRANDIG: |
| streng alkoholisch |
| BRICCO auch BRIC: |
| piemontesische Bezeichnung für einen Weinberg auf einer Hügelkuppe |
| BRUNELLO DI MONTALCINO: |
| besondere Art des Sangiovese; hat dem vielgerühmten toskanischen Rotwein den Namen gegeben |
| BRUT: |
französisch für trocken. Champagner / Spumante darf 15 Gramm > Restzucker pro Liter haben |
| Bukett: |
| Gesamtheit der Geruchseindrücke eines Weins |
| C nach oben |
| CABERNET: |
| aus Bordeaux stammend; am verbreitetsten in Norditalien; noch wird Cabernet Franc bevorzugt, doch Cabernet Sauvignon gewinnt an Boden |
| CAGNINA: |
| Traube für einen neuen DOC-Rotwein in der Romagna; Verwandte Rebe des Refosco aus Friaul |
| CANAIOLO NERO: |
| nach Sangiovese die zweite Traube in der Chianti-Mischung; in Mittelitalien anzutreffende Sorte, von der es auch eine weiße Abart gibt |
| CANNONAU: |
| Sardiniens wichtigste rote Traube; für trockene und süße Weine; dieselbe Sorte wie die französische Grenache und die spanische Granacha |
| CANTINA: |
| italienisch für Kellerei / Weinkeller |
| CANTINA SOCIALE oder COOPERATIVA: |
| italienisch für Genossenschaftskellerei |
| CARIGNANO: |
| rote Traubensorte in Sardinien; in Frankreich und Spanien Carignan |
| CARRICANTE: |
| weiße Haupttraube für den Etna bianco in Sizilien |
| CASA VINICOLA: |
| italienisch für Weinhaus, in der Regel Bezeichnung für Verarbeiter fremder Trauben und Abfüller zugekaufter Weine |
| CASCINA: |
| italienisch für Hof oder Gut, meist in Norditalien gebräuchlich |
| CASSIS: |
| Aroma von schwarzen Johannisbeeren, typischer Duft von Cabernet Sauvignon |
| CATARRATTO: |
| vorherrschend in Sizilien angebaute Weinweißtraube; dort an Marsala, Bianco Alcamo und vielen anderen Weinen beteiligt |
| CERASUOLO: |
| italienisch für kirschrot, für bestimmte Roséweine |
| CHAMPAGNERMETHODE: |
| méthode champenoise, geschützte Bezeichnung für die > Flaschengärung beim Champagner; andere Schaumweine müssen nach EU-Recht die Bezeichnung méthode traditionelle oder méthode classique verwenden |
| CHAPTALISIEREN: |
| > Anreichern des Mostes mit Zucker |
| CHARDONNAY: |
| Edle Weißweintraube aus Burgund; ist rasch zur zweitmeist angebauten weißen Rebsorte (nach Trebbiano) in Italien geworden |
| CHARMAT-METHODE: |
| Herstellung von Schaumwein in großen Druckbehältern aus Edelstahl, in denen der Wein statt in der Flasche zweitvergoren wird |
| CHIARETTO: |
| Bezeichnung für bestimmte dunkle italienische Roséweine |
| CLASSICO: |
| in enigen großen DOC-Gebieten (z.B. Chianti, Valpolicella, Soave ...) dürfen die Weine, die aus dem traditionellen Zentral- bzw. Kernanbaugebiet mit den besten Anbaubedingungen stammen, den Zusatz CLASSICO tragen |
| COLLE oder COLLINA: |
| italienisch für Hügel |
| COLTIVATORE: |
| italienisch für Weinanbauer |
| CONSORZIO: |
| Zusammenschluß von Erzeugern zur Kontrolle der Ursprungsbezeichnung und zur Absatzförderung |
| CORDONE auch SPALLIERA: |
| italienisch für das klassische System der Reberziehung an zwischen Pfählen gespannten Drähten |
| CORTESE: |
| Piemonts beliebte Weißweine, besonders Gavi, werden aus dieser auch in Oltrepó Pavese vorkommenden heimischen Traube gekeltert |
| CORVINA VERONESE: |
| Hauptbestandteile der Rotweine von Verona (Valpolicella, Recioto und Bardolino), zusammen mit Rondinella, Molinara, Negrara und Rossignola |
| CROATINA: |
| verbreitete Rotweintraube; im Oltrepó Pavese (Lombardei) und in den Colli Piacentini (Emilia) wird sie Bonarda genannt |
| CRU: |
| in Frankreich qualitativ herausragende Weinbergslage, mittlerweile auch in anderen Ländern verbreiteter Ausdruck |
| CUVÉE: |
| Komposition von Weinen verschiedener Rebsorten oder Jahrgänge > Assemblage |
| D nach oben |
| DEGORGIEREN: |
| Entfernen der Hefe beim Spumante oder Champagner nach der Flaschengärung; der Flaschenhals wird kurz in ein Eisbad gesteckt, bis die Hefe gefriert; der Kronkorken, der die Flasche verschließt, wird gelöst: Der Hefestopfen schießt aus der Flasche, der Champagner ist klar; die Flasche wird mit der > Dosage aufgefüllt und endgültig verkorkt |
| DEGUSTAZIONE: |
| italienisch für Weinprobe |
| DEKANTIEREN: |
| Umfüllen des Weins von der Flasche in eine Karaffe |
| DEPOT: |
| Niederschlag frei schwebender Teile im Wein; bei älteren Rotweinen bitter schmeckend, bei Weißweinen geschmack- und farblose Weinkristalle ( Weinstein ) ; kein Weinfehler ; bei älteren Rotweinen empfiehlt sich ein Dekantieren des Weines zum Absondern des Depots |
| DESSERTWEIN: |
| Sammelbezeichnung für alle süßen Weine, auch wenn sie nicht nur zum Dessert getrunken werden |
| DOC: |
| Denominazione di Origine Controllata, kontrollierte Ursprungsbezeichnung von Weinen in Italien; es ist festgelegt: Anbaugebiet, Traubensorten, maximaler Hektarertrag, Mostausbeute, Mindestalkoholgehalt, Mindestlagerzeit, Säuregehalt, Produktionsmethode |
| DOCG: |
| Denominazione di Origine Controllata e Garantita:höchste Stufe der italienischen Weinhierarchie; diese kontrollierte und garantierte Ursprungsbezeichnung ist zur Zeit nur sechzehn hochwertigen Weinen vorbehalten (zum Beispiel Barolo, Barbaresco, Brunello di Montalcino, Chianti); gegenüber der DOC noch verschärft, z.B. geringerer Hektarertrag, Mindestalkoholgehalt .... |
| DOLCE: |
| italienisch für süß, für Weine mit 5 - 10% Restsüße |
| DOLCETTO: |
| im Piemont hochgeschätzte Rotweinrebe; ergibt feine, vollmundige sortenreine Weine in 7 DOC-Gebieten |
| DOSAGE: |
| Aus Most, Wein, Zucker oder einer Mischung daraus, gelegentlich auch aus süßem Branntwein (esprit de cognac); wird Schaumweinen nach dem > Degorgieren zur Abrundung des Geschmacks und zum Auffüllen zugegeben; bestimmt den Süßegrad |
| DURCHGEGOREN: |
| Weine, die nach der Gärung keinen nennenswerten natürlichen > Restzucker mehr haben |
| DURELLA: |
| Traube für den robusten weißen Durello zwischen Verona und Vicenza |
| E nach oben |
| ECHTER MEHLTAU: |
| auch Oidium genannt. Pilzkrankheit, die alle grünen Teile der Rebpflanze befällt und mit einem spinnwebartigen Netz überzieht, so daß sie absterben |
| EDELFÄULE: |
| Schimmelpilz (auch > Botrytis Cinerea), dessen Sporen die Beerenhaut durchdringen; das Wasser in den Beeren verdunstet, sie schrumpeln, die Inhaltsstoffe, Zucker und Säure werden konzentriert |
| EDELSTAHLTANK: |
| seit den 60er Jahren Gefäße zur Vergärung und zum Ausbau des Weins; sie sind hygienisch, geschmacksneutral und ermöglichen die Kontrolle der Gärtemperatur |
| EIWEISS: |
| wird zur Klärung von Rotweinen verwendet; je nach Größe des Fasses werden dem Wein ein bis fünf Eiweiße zugegeben, die den Bodensatz (Hefe und Trubstoffe) binden; durch > Abstich oder Filtern wird der Wein danach klar |
| ENOTECA: |
| italienisch für Vinothek / Weingeschäft: Ausstellung von Weinen zu Werbe- und Verkaufszwecken |
| ENTRAPPEN: |
| > Abbeeren |
| ENTSÄUERN: |
| in kühlen Weinbauregionen wie Deutschland eine legale Maßnahme, um zu hohe Säure im Weißwein zu mildern; verwendet wird meist Kalziumkarbonat; eine andere Methode ist der biologische Säureabbau > Malolaktische Gärung |
| ENTSCHLEIMEN: |
| Methode zur Säuberung von Mosten, um reintönige Weine zu erhalten, am schonendsten durch Kühlen und Stehenlassen des Mostes; eine zu starke Säuberung, etwa durch > Zentrifugieren bei hoher Drehzahl, mindert die Qualität, weil wichtige Enzyme für die Gärung verlorengehen |
| ERTRAGSBEGRENZUNG: |
| Verzicht auf Menge, um dafür die Qualität der Trauben zu erhöhen; geschieht meist durch Beschnitt der Reben |
| ETICHETTA: |
| italienisch für Etikett |
| ETTARO: |
| italienisch für Hektar |
| ETTOLITRO: |
| italienisch für Hektoliter, entspricht 100 Liter |
| EXTRA BRUT: |
| bezeichnet einen Champagner mit weniger als 6 Gramm > Restzucker pro Liter, also trocken |
| EXTRA DRY: |
| bezeichnet einen Champagner mit 12 bis 20 Gramm > Restzucker pro Liter, tendenziell also süß |
| EXTRAKT: |
| Gesamtheit der nicht-flüchtigen Stoffe im Wein, zum Beispiel Zucker, nichtflüchtige Säuren, Glyzerin, Mineralsalze, Stickstoffverbindungen und Polyphenole; gilt als wichtiger Indikator für Körperreichtum und als Qualitätskriterium |
| EXTRAKTION: |
| bei Rotweinen Auslaugen der Gerbstoffe und Farbpigmente aus der Beerenhaut bei der > Maischegärung |
| F nach oben |
| FALANGHINA: |
| Rebe griechischen Ursprungs; liefert in Kampanien und andersorts im Süden hochangesehene Weißweine |
| FALSCHER MEHLTAU: |
| (lat. Peronospera): für Rebblätter gefährliche Pilzkrankheit |
| FARBE: |
| Die Farbe eines Weins wird im Glas, am besten vor einer weißen Fläche (Tischdecke), beurteilt; sie gibt u. a. Aufschluß über das Alter des Weins |
| FATTORIA: |
| italienisch für Weingut, landwirtschaftlicher Betrieb ; in Mittelitalien gebräuchlicher Ausdruck |
| FIANO: |
| den alten Römern schon als Apianum bekannt; liefert Kampaniens feinen Weißwein Fiano di Avellino |
| FIASKO: |
| die berühmte bauchige, zur Bruchsicherung mit Bast umwickelte Chiantiflasche; inzwischen ist sie teurer zu produzieren als ihr meist minderwertiger Inhalt - und darum allenfalls noch ein Souvenirartikel |
| FINESSE: |
| Feinheit eines Weins |
| FIRN: |
| charakteristischer Alterston, den überlagerte oder auch falsch gelagerte - und deshalb frühzeitig gealterte - Weine annehmen |
| FLASCHENGÄRUNG: |
| die zweite Gärung bei Grundweinen, die bei Champagner und anderen nach der klassischen Methode hergestellten Schaumweinen in der Flasche stattfindet; dabei bildet sich Kohlensäure |
| FORASTERA: |
| kampanische, weiße Traubensorte; ergibt zusammen mit Biancolella Ischia-Weißweine |
| FREISA: |
| in Piemont heimisch; erbringt einzigartige, oftmals perlende Rotweine |
| FRIZZANTE: |
| italienisch für perlend bzw. einen leicht perlenden Schaumwein, der in der Flasche nur teilweise vergoren ist oder dem Kohlensäure zugesetzt wurde; am bekanntesten sind Prosecco frizzante und Moscato d'Asti frizzante; auch bei Freisa und Lambrusco üblich |
| FUSTO: |
| italienisch für Faß |
| G nach oben |
| GANZTRAUBENPRESSUNG: |
| Keltern von Weintrauben ohne > Abbeeren, um hochwertigere Moste zu erhalten |
| GAGLIOPPO: |
| Sorte für die meisten Rotweine Kalabriens, einschließlich des Ciro |
| GARGANEGA: |
| Hauptsorte für den weißen Soave, meist in Venetien angebaut |
| GÄRUNG: |
| Umwandlung des im Most enthaltenen Zuckers in Alkohol und > Kohlendioxyd ( auch alkoholische Gärung genannt ) |
| GELATINE: |
| Weinzusatzstoff, mit dem Proteine aus dem Rotwein herausgeholt werden |
| GEWÜRZTRAMINER / TRAMINER AROMATICO: |
| ein hochwertiger Klon der weißen Traminerrebe; in Nord-Ost-Italien, vor allem in Südtirol, verbreitet angebaut |
| GOVERNO - all´uso toscano: |
| war früher vor allem beim Chianti ein verbreitetes Verfahren, bei dem mit rosinierten Trauben eine Zweitgärung eingeleitet wurde, die dem Wein eine gewisse Spritzigkeit verlieh |
| GRADAZIONE ALCOOLICA: |
| italienisch für Alkoholgehalt (Volumen-%) |
| GRAND CRU: |
| in Bordeaux und Burgund gebräuchliche Bezeichnung für die besten Châteaux-Weine bzw. die besten Lagen; die Einstufung als Grand cru (in Bordeaux zum Teil noch einmal unterteilt in erst- bis fünftrangige Grands crus) beruht auf einer Klassifikation der besten Weinqualitäten und Weinbergslagen; mittlerweile auch in anderen Ländern verwendeter Ausdruck |
| GRAUFÄULE: |
| Schimmelbefall der Traube, durch den die Beerenhaut und das Fruchtfleisch zerstört werden; der Faulpilz tritt besonders nach Regenfällen im September oder Oktober auf |
| GRECHETTO: |
| beliebte Traube für Weißwein in Umbrien, vielleicht griechischen Ursprungs |
| GRECO: |
| weiße und rote Traubensorte griechischen Ursprungs, vor allem in Kalabrien und Kampanien verbreitet |
| GRIGNOLINO: |
| einst weit verbreitete Sorte im Piemont; erbringt heute noch bewunderungswürdige leichte Rotweine um Asti |
| GRILLO: |
| einst die Hauptrebe für Marsala (wird noch immer für die beste gehalten); heute meist als Ergänzung zu Catarratto |
| GROPELLO: |
| gute Grundlage für Rotweine in der Lombardei; vor allem Riviera del Garda |
| GRÜN: |
| Wein mit unreifer Säure |
| GUARNACCIA: |
| Hauptrebe für Ischia Rosso; in anderen Gegenden als Alicante bezeichnet; Verwandte des Cannonau |
| GUSTO: |
| italienisch für Geschmack |
| H nach oben |
| HART: |
| Wein mit unreifem, zu jungem Tannin |
| HEFE: |
| sitzt auf den Beerenhäuten, geht bei der Traubenpressung in den Most über und bewirkt die Umwandlung des Zuckers in Alkohol > Gärung ; wenn zuwenig Hefen im Most vorhanden sind, muß die Gärung mit > Reinzuchthefen in Gang gesetzt werden |
| HISTAMIN: |
| in geringen Mengen im Rotwein enthaltener Stoff, ( 5 bis maximal 10 Milligramm pro Liter ), der allergische Reaktionen auslösen kann |
| HOLZGESCHMACK: |
| normalerweise erwünschte Geschmackskomponente eines im neuen Eichenholzfaß > Barrique ausgebauten Weins; als Vanille- oder Röstton schnell erkennbar; wenn der Holzgeschmack dominiert, spricht man von überholzten Weinen |
| HYBRIDREBE: |
| Kreuzung von amerikanischen Reben mit europäischen > Vitis - vinifera - Reben ; haben sich nicht durchgesetzt, weil die Weine oft fremdartige Aromen aufweisen |
| I nach oben |
| IMBOTTIGLIATO DA: |
| italienisch für abgefüllt von ... |
| IMBOTTIGLIATO ALL´ ORIGINE DA: |
| italienisch für Erzeugerabfüllung von ... dieser unscheinbare Vermerk ist das sicherste äußere Kennzeichen, anhand dessen man einen Winzerwein von einer Händlerabfüllung unterscheiden kann |
| INDICAZIONE GEOGRAFICA TIPICA - IGT: |
| seit 1996 italienische Bezeichnung für Tafelweine eines bestimmten Anbaugebietes ( z.B. Rosso di Toscana ); im Gegensatz zum Vino da Tavola mit Angabe des Jahrgangs, Herkunft und Traubensorten; allerdings sind heutzutage auch sehr hochwertige italienische Spitzenweine als VdT oder IGT deklariert, weil sie z.B. neue Weine sind, die nicht in die Kategorien des > DOC passen, weil sie z.B. mit neuer Traubenzusammensetzung produziert werden und dadurch keine DOC - Status bekommen |
| INTERNATIONALE REBSORTE: |
| Bezeichnung für weltweit angepflanzte Rebsorten wie Merlot, Cabernet Sauvignon, Chardonnay, Pinot noir, Sauvignon blanc |
| INVECCHIATO: |
| italienisch für gelagert |
| INZOLIA: |
| in Sizilien heimische weiße Traube; liefert dort sowie in der Toskana (unter dem Namen Ansonica) hochgeschätzte Weißweine |
| K nach oben |
| KALTGÄRUNG: |
| vor allem bei modernen Weißweinen praktizierte Gärmethode, nach der die Moste bei 14 bis 18 Grad Celsius langsam vergoren werden, um duftige, frische und jung trinkbare Weine zu bekommen |
| KAMM: |
| auch Rappen genannt, Stiel der Weintraube |
| KERNIG: |
| Bezeichnung für einen Wein mit kräftiger Säure, der Festigkeit, Biß und Kern hat, aber noch nicht auf dem Höhepunkt seiner Entwicklung ist |
| KÖRPERREICH: |
| Eigenschaft eines extraktreichen Weins |
| KOHLENDIOXYD: |
| (C02) während der > Gärung entstehendes Gas, das normalerweise in die Luft entweicht; die Weine sind daher, wenn sie abgefüllt werden, still > Stillweine ; in Schaum- und Perlweinen, die in geschlossenen Behältern vergoren wurden, bleibt Kohlendioxyd enthalten (in gelöster Form als Kohlensäure); auch in jungen Weißweinen können noch Reste von Kohlensäure vorhanden sein; sie machen den Wein > spritzig ; in gelagerten Weinen, insbesondere in reifen Rotweinen, darf dagegen keine Kohlensäure enthalten sein |
| KOHLENSÄUREMAZERATION: |
| Methode, um Farbe und Frucht zu intensivieren; ungepreßte, ganze Trauben werden unter Sauerstoffabschluß mit Kohlensäure enzymatisch vergoren. Typisch ist die Kohlensäuremazeration für den Beaujolais |
| KORKEN: |
| Flaschenverschluß aus der Rinde der Korkeiche (Quercus suber); sie wächst vor allem in Portugal, Spanien, auf Sardinien und in Nordafrika; die Rinde wird, nachdem sie vom Baumstamm gelöst ist, ein halbes Jahr gelagert, dann gekocht, gebleicht und desinfiziert, bevor der eigentliche Korken herausgestanzt wird; die Haltbarkeit eines Korkens beträgt, je nach Luftfeuchtigkeit im Keller, mindestens 25 Jahre; danach muß eine Flasche gegebenenfalls neu verkorkt werden |
| KORKGESCHMACK: |
| unangenehmer Geruchs- und Geschmacksfehler, vermutlich verursacht durch mangelhafte Desinfektion, ungenügende Selektion oder zufällige Wechselwirkungen zwischen Chlor (Bleichmittel) und bestimmten Schimmelpilzen, die in den korkverarbeitenden Betrieben oder in der Kellerei vorhanden sind; dabei entsteht Trichloranisol (TCA), jene Substanz, die für den muffigen, modrigen Korkton verantwortlich ist |
| KRAUTIG: |
| Geschmackston, der bei Weinen aus Cabernet franc, Cabernet Sauvignon und Merlot auftritt, wenn die Trauben nicht vollreif gelesen wurden |
| KUPFERSULFAT: |
| Spritzmischung (auch als Bordelaiser Brühe bekannt), die die Blattbildung stärkt und die Widerstandskraft des Rebstocks gegen tierische und pflanzliche Schädlinge erhöht; mit dem naturnahen Weinbau verträglich |
| KURZ: |
| Wein ohne nennenswerten Geschmacksnachhall, wird gerügt als "kurz im Abgang" |
| L nach oben |
| LAGREIN: |
| ergiebt in Südtirol charakteristische Rot- und Roséweine |
| LAMBRUSCO: |
| überwiegt in den Ebenen der Emilia; erbringt in mehreren Unterarten perlende Rot-, Rosé- und auch Weißweine |
| LANG: |
| Wein, der im Geschmack lange nachklingt, das wird gelobt als ,,langer Abgang" |
| LEICHT: |
| Eigenschaft eines Weins mit niedrigem Alkoholgehalt |
| LESE: |
| Weinernte |
| LESETECHNIK: |
| Im Qualitätsweinbau gelten verschiedene Lesezeitpunkte und -formen: Vorlese (Auslese frühreifer oder verfaulter Trauben), Hauptlese (Einbringen vollreifer Trauben), gestaffelte Lese (in mehreren Durchgängen), selektive Lese (Auslese edelfauler Trauben oder Traubenteile), negative Auslese (Auslese fauler Trauben vor der Lese), positive Auslese (Auslese gesunder oder edelfauler Trauben) |
| LIKÖRWEIN: |
| Dessertweine mit mindestens 15 Volumenprozent Alkohol (Port, Sherry, Marsala, Banyuls, Madeira) |
| LIMOUSINEICHE: |
| großporiges Eichenholz aus den Wäldern um die Stadt Limoges im französischen Zentralmassiv für > Barrique |
| LIQUOROSO: |
| Wein mit hohem Alkoholgehalt, meist gespritet |
| LITRO: |
| italienisch für Liter |
| M nach oben |
| MADERISIERT / MARSALATO oder MADERIZZATO: |
| Ausdruck für Weine, die ihren Höhepunkt überschritten haben, oxydiert sind und dabei einen unfrischen, süßlichen, oft an Maggikraut erinnernden Duft verströmen |
| MAGNUM: |
| Weinflasche mit 1,5 Liter Inhalt |
| MAZERATION: |
| Herauslösen von Farbe und Frucht aus Beerenhaut und Fruchtfleisch |
| MAISCHEGÄRUNG: |
| Vergärung auf der Maische, dem unvergorenen roten Traubensaft samt Schalen und Kernen |
| MAISCHEERHITZUNG: |
| Erhitzung der Maische auf etwa 60 bis 80 Grad Celsius, um mehr Farbpigmente aus der Beerenhaut zu extrahieren |
| MALOLAKTISCHE GÄRUNG: |
auch Milchsäuregärung oder biologischer Säureabbau (BSA), Umwandlung der aggressiven > Apfelsäure in die mildere > Milchsäure |
| MALVASIA: |
| Name für eine ganze Reihe südeuropäischer Reben, auch Malvoisie, Malvasier und Malmsey; weiße Sorten werden in ganz Italien angebaut, vor allem in Latium für Frascati und EST! EST!! EST!!!; Reben dieser Art sind in fast allen Regionen anzutreffen; sie liefern trockene und süße Weine, Still- und Perlweine |
| MALVASIA NERA: |
| rotes Mitglied der weitverzweigten Malvasier-Familie, liefert im Piemont und Südtirol DOC-Weine; in Apulien sehr verbreitet; in der Toskana für Chianti |
| MARZEMINO: |
| im Trentino-Südtiroler Etschland und in der Lombardei beliebte Sorte |
| MERLOT: |
| die Bordeaux-Traube ist in Norditalien für sortenreine Weine sehr beliebt und überhaupt eine der meistangebauten Reben Italiens; in vielen Regionen wird sie reinsortig und gemischt mit anderen Sorten zu immer eindrucksvolleren Rotweinen verarbeitet |
| METHYLALKOHOL: |
| auch Methanol; giftiger Alkohol, von dem im Wein maximal 0,1 Gramm pro Liter enthalten sein darf |
| METHODE CHAMPENOISE / METODO CLASSICO: |
| Gärverfahren beim Champagner > Flaschengärung ; "Methode Champenoise" ist seit 1994 ein geschützter Begriff allein für Schaumweine aus der Champagne, deshalb wird in Italien der Begriff "Metodo Classico" verwendet, der jedoch das gleiche Herstellungsverfahren bezeichnet |
| MILCHSÄURE: |
| in Rot- und einigen Weißweinen vorhandene milde Säure, entsteht durch die > Malolaktische Gärung |
| MINERALISCH: |
| Duft- und Geschmackseindruck bei Weinen (zum Beispiel bei Riesling, einigen Weißburgundern, Chablis ... ) |
| MONICA: |
| spanischer Herkunft; in Sardinien für süße und trockene Rotweine angebaut |
| MONTEPULCIANA D`ABRUZZO: |
| die rote Hauptsorte der Abruzzen, gewinnt auch in anderen Regionen für feine sortenreine Weine und für Verschnittweine an Boden |
| MOSCATO: |
| die weißen Muskateller-Reben finden sich überall in Italien; sie ergeben meist weiße oder goldene Weine von einiger Süße und mit ausgeprägter Würze; die Grundtypen sind Schaum- und Frizzante-Weine, z.B. Asti Spumante und Moscato d´Asti aus Piemont; |
| MOSTGEWICHT: |
| Maßeinheit für den Zuckergehalt der Trauben und damit für den potentiellen Alkohol des Weins. In Deutschland in > Öchsle, in Österreich in Klosterneuburger Mostwaage, in Italien in Babo, in Frankreich und Australien in Baumé, in Amerika in Brix gemessen |
| N nach oben |
| NASE: |
| Bezeichnung für das Bukett eines Weins; bei Verkostungen eines der entscheidenden Merkmale zur Beurteilung |
| NEBBIOLO: |
| im Piemont in reiner Form zu den größten Rotweinen verarbeitet - Barolo, Barbaresco, Gattinara, Roero; auch an anderen Weinen in der Lombardei und im Aostatal beteiligt; Spanna, Chiavennasca und Picutener sind nur einige der vielen Synonyme |
| NEGROAMARO: |
| apulische Sorte; vorherrschend in schweren Rot- und feinen Roséweinen von Salento |
| NEROLLO MASCALESE: |
| wertvolle, rote sizilianische Sorte; durch Etna Rosso bekannt geworden |
| NERO D`AVOLA oder CALABRESE: |
| die höchstgeachtete sizilianische Rotweintraube für DOC-Weine sowie für VdT von Corvo und Regaleali |
| NERVIG: |
| bezeichnet meist einen noch jungen, lebhaften, aber entwicklungsfähigen Weißwein mit rassiger Säure |
| NOSIOLA: |
| im Trentino heimische weiße, wertvolle Traube; wird zu trockenem Weißwein und Vin Santo verarbeitet |
| NURAGUS: |
| alte sardische Rebe; Quelle von weißem Nuragus di Cagliari |
| O nach oben |
| ÖCHSLE: |
| Maßeinheit für den Zuckergehalt des Traubensaftes, > Mostgewicht |
| OIDIUM: |
| Fachausdruck für den > Echten Mehltau |
| ÖNOLOGIE: |
| Wissenschaft vom Wein, umfaßt sowohl Kellertechnik als auch den Weinbau |
| ÖNOTHEK: |
| (italienisch enoteca) Laden mit den Weinen einer Region, in großer, repräsentativer Zahl zusammengestellt; der Zweck: Überblick, Vergleichsverkostung und/oder Verkauf |
| ORGANOLEPTISCHE PRÜFUNG: |
| eine die Sinne - Aussehen, Geruch, Geschmack - nutzende Methode, die Qualität von Wein zu prüfen |
| OXYDATION: |
| chemische Reaktion, die durch zu langen Kontakt des Weins mit Sauerstoff entsteht; der Wein wird müde, verändert seine Farbe, riecht und schmeckt > maderisiert |
| P nach oben |
| PARMIGIANA - REGGIANO: |
| der echte italienische Parmesan-Käse ! ; die Herkunftsbezeichnung ist ausschließlich dem berühmten Käse aus Italien vorbehalten; er wird in den Provinzen Parma, Reggio Emilia, Modena, Mantua und Bologna hergestellt |
| PASSITO: |
| ital. Ausdruck für aus teilweise luftgetrockneten Trauben erzeugten Wein (Vin Santo) |
| PASTOSO: |
| italienisch für mild, fast trocken |
| PECORINO: |
| italienischer Käse aus Schafsmilch |
| PERRICONE oder PIGNATELLO: |
| sizilianische, rote Traube, die zur Kräftigung von Rotweinen verwendet wird |
| PETIT ROUGE: |
| Bestandteil einiger besserer Aostatal-Rotweine, unter anderem Enfer d´Arvier und Torrette |
| PICOLIT: |
| In Friaul heimische, weiße Traube; lieferte lange Italiens beliebtesten Dessertwein; nach jahrelangem Rückgang wieder im Kommen |
| PIEDEROSSO oder PER`E PALUMMO: |
| vorherrschend in Rotweinen aus Kampanien, besonders Ischia |
| PIGATO: |
| wird nur in Ligurien angebaut; liefert feine, weiße Tafelweine |
| PINOT BIANCO: |
| der Pinot Blanc (Weißburgunder) wird in ganz Norditalien angebaut; er liefert Still- und Schaumweine |
| PINOT GRIGIO: |
| der weiße Pinot Gris aus Frankreich ist in Italien sehr beliebt; auch Grauburgender oder Ruländer genannt |
| PINOT NERO: |
| Pinot Noir oder Spätburgunder; besonders in Norditalien mit unterschiedlichen Ergebnissen viel in Rotweinen verwendet; gute Resultate liefert er in weißen und rosé Schaumweinen; in Südtirol auch Blauburgunder genannt |
| PODERE: |
| italienisch für kleines Gut / Weingut |
| PRÄ-PHYLLOXERA: |
| die Zeit vor der Reblauskatastrophe, die in Europa um 1870 einsetzte |
| PRIMITIVO: |
| rote Traube für starke Dessert-, Tisch- und Verschnittweine in Apulien; wird auch vermehrt reinsortig ausgebaut; mit dem Zinfandel in Kalifornien verwandt |
| PRODUTTORE: |
| italienisch für Erzeuger |
| PROFUMO: |
| italienisch für Geruch, Duft |
| PROSECCO: |
| in Venetien verbreitete weiße Traubensorte für Schaum-, Perl- und einige Stillweine |
| Q nach oben |
| QUALITÀ: |
| italienisch für Qualität |
| QUANTITÀ: |
| italienisch für Menge |
| R nach oben |
| RABOSO: |
| liefert in Venetien interessante Rotweine |
| RAPPEN: |
| > Kamm |
| REBLAUS: |
| etwa einen Millimeter kleines Insekt, das an den Wurzeln der Rebe lebt und diese durch Saftentzug und gallebildenden Speichel, den es beim Fressen absondert, schädigt |
| REDUKTIV: |
| weitgehend unter Sauerstoffabschluß erzeugter Wein; Verfahren, um spritzige, duft- und fruchtbetonte Weißweine zu erhalten. Gegenteil: oxydativ |
| REFOSCO: |
| in Friaul verbreitete Traube für robuste Rotweine, auch unter dem Namen Terrano del Carso |
| REFRAKTOMETER: |
| Instrument zur Bestimmung des Mostgewichts der Beeren im Weinberg |
| REINTÖNIG: |
| für die Traubensorte typischer Duft und Geschmack ohne Nebentöne |
| REINZUCHTHEFE: |
| im Labor gezüchtete Hefe, die bei der Vergärung des Weins benutzt wird. Vorteil: leichtes Angären, geringes Risiko des Steckenbleibens der Gärung; Nachteil: Gefahr der Uniformität im Geschmack und sortenuntypische Aromen |
| RESTZUCKER: |
| unvergorener, im Wein verbliebener Zuckerrest nach der Gärung. Er macht den Wein mehr oder weniger süß. Restzucker darf auch dem durchgegorenen Wein zugesetzt werden, in Deutschland in Form von Süßreserve, beim Champagner als > Dosage |
| RIBOLLA GIALLA: |
| alte, weiße Rebe in Friaul; wird sortenrein und in Verschnitten verwendet |
| RIESLING ITALICO: |
| kein echter Riesling und auch keine heimische Rebe Italiens; manchmal allein verwendet, oft auch mit Riesling Renano verschnitten; in Südtirol auch Welschriesling genannt |
| RIESLING RENANO: |
| der Riesling vom Rhein; in Norditalien zunehmend geschätzt, oft durch Riesling Italico ersetzt; in Südtirol Rheinriesling genannt |
| RIPASSO: |
| traditionelles, in Italien (Valpolicella) gebräuchliches Verfahren, junge Rotweine auf der Maische eines hochwertigeren Weins nachzuvergären, um so den Wein zu verbessern |
| RISERVA: |
| Bezeichnung für DOC- oder DOCG-Weine mit vorschriftsmäßiger, längerer Lagerzeit im Weingut, bevor die Weine in den Handel kommen; Riserva-Weine sollten aus den besten Trauben des Weingutes produziert werden |
| ROSATO: |
| italienisch für rosé |
| ROSSESE: |
| liefert in Ligurien gute Rotweine, unter anderem Rossese di Dolceaqua |
| ROSSO: |
| italienisch für rot |
| RÜTTELN: |
| das Drehen der Champagnerflaschen per Hand im Rüttelpult; dabei wird die Hefe in den Flaschenhals befördert, um sie später > degorgieren zu können |
| S nach oben |
| SAGRANTINO: |
| rote Traube für die wuchtigen Rotweine aus Montefalco in Umbrien |
| SANGIOVESE: |
| Hauptstütze der toskanischen DOC-Rotweine (Chianti, Brunello, Vino Nobile u.a.); die meistangebaute Rotweinrebe Italiens mit mehreren Spielarten, z.B. Sangiovete (Chianti), Brunello, Prugnolo und Sangiovese di Romagna |
| SAPORE: |
| italienisch für Geschmack |
| SCHAUMWEIN: |
| Sammelbezeichnung für Weine in denen Kohlendioxyd gelöst ist (Sekt, Champagner, Cava, Spumante) |
| SCHIAVA: |
| wichtige Rotweinrebe in Südtirol und Trentino; in meheren Klonen Quelle bekannter Weine wie Sankt Magdalener und Kalterer See Auslese; in Deutschland als Vernatsch bezeichnet |
| SCHIOPPETTINO: |
| seltene, rote Sorte in Friaul; ergibt einen exquisiten Rotwein |
| SCHÖNEN: |
| Stabilisieren des Weins während der Faßlagerung mit Eiklar oder Bentonit (mineralische Erde), um Trübungen zu beseitigen |
| SCHWEFEL: |
| wird dem Wein als schweflige Säure zugesetzt, um ihn vor Oxydation zu schützen und damit haltbar zu machen. |
| SECCO: |
| italienisch für trocken, herb |
| SEMISECCO: |
| italienisch für halbtrocken, vor allem bei Schaumweinen (Spumante) |
| SOMMELIER: |
| Weinkellner. |
| SOMMERSCHNITT: |
| Ausdünnen von Fruchtständen an der Rebe, um die Menge zu reduzieren und die Qualität zu steigern |
| SPALLIERA auch CORDONE: |
| italienisch für das klassische System der Reberziehung an zwischen Pfählen gespannten Drähten |
| SPRITZIG: |
| Wein mit einem deutlichen Rest von natürlicher Kohlensäure |
| SPUMANTE: |
| italienisch für Schaumwein, sowohl trocken als auch lieblich |
| STILLWEIN: |
| Sammelbegriff für alle Weine ohne nennenswerten Gehalt an Kohlensäure |
| SUPERIORE: |
| italienische Bezeichnung für DOC - Weine mit über der Norm liegenden Qualitätsmerkmalen ( z.B. höherer Alkoholgehalt, längere Lagerzeit, aus einer begrenzten Anbauzone stammend, usw. ... die Kriterien sind verschieden ) |
| SÜSSRESERVE: |
| geschwefelter Traubenmost, der Weinen zugesetzt werden kann, um sie zu süßen |
| SYLVANER: |
| in Italien wenig angebaute Weißweinsorte; liefert nur in Südtirol beachtenswerte Weine |
| T nach oben |
| TAFELWEIN: |
| unterste und größte Kategorie europäischer Weine, an die geringe qualitative Anforderungen gestellt werden > vino da tavola |
| TANNIN: |
| auch Gerbstoff genannt. Ist in jedem Wein vorhanden, im Rotwein jedoch in größeren Mengen; das weichste Tannin liefert die Beerenhaut, die beim Rotwein mitvergoren wird; beim Ausbau im Barrique gibt das Holz des Fasses zusätzlich Tannin an den Wein ab |
| TAPPO: |
| italienisch für Korken |
| TASTEVIN: |
| Weinprobierschale |
| TEMPERATURKONTROLLE: |
| kontrollierte Gärführung, zum Beispiel mit einer niedrigen Temperatur im Gärbehälter, um eine langsame, gezügelte Gärung zu gewährleisten und reintönige Weine mit mehr Frucht zu erzielen (bei Weißweinen etwa 16 bis 20 Grad Celsius, bei Roten 27 bis 30 Grad) |
| TENUTA: |
| italienisch für Hof , Weingut |
| TEROLDEGO: |
| rote Traubensorte, die nur im Trentino angebaut wird; liefert den vielgerühmten Teroldego Rotaliano |
| TERROIR: |
| frz. Boden, bezeichnet das Zusammenspiel von Boden, Lage und Klima für die Prägung des Weins |
| TOCAI FRIULANO: |
| Friauls weiße Lieblingsrebe; liefert auch in Venetien und der Lombardei DOC-Weine |
| TORBATO: |
| aus Spanien eingewanderte Traube; erbringt auf Sardinien um Alghero feinen Weißwein |
| TRAUBENMÜHLE: |
| Gerät zum Mahlen der Beeren zwischen zwei gegeneinander laufenden Gummirollen, um aus Trauben Maische herzustellen |
| TRAUBENSAFT: |
| Most. Entsteht durch Mahlen bzw. Pressen der Trauben. Ein Kilo Trauben ergibt normalerweise 0,7 Liter Most |
| TRAUBENWICKLER: |
| gefährlicher Schädling, der als Heu- oder Sauerwurm an den Gescheinen (Trauben vor der Blüte) der Rebpflanze frißt und diese zerstört; wird mit Insektiziden bekämpft |
| TRAUBENZUCKER: |
| auch Saccharose, Inhaltsstoff des Mostes, aus Glucose und Fructose bestehend; in der Reifezeit nimmt der Gehalt an Traubenzucker stetig zu und parallel dazu die Säure stetig ab |
| TREBBIANO: |
| Weißweinreben unter diesem Namen kommen in ganz Italien vor; können aber deutlich unterschiedlichen Charakter haben; am stärksten verbreitet ist der Trebbiano Toscano |
| TRESTER: |
| ausgepreßte Schalen mit den Kernen; wird als Brennstoff, organischer Dünger oder als Grundstoff für die Destillation von Tresterschnaps (Grappa) weiterverwendet |
| TRESTERHUT: |
| Schalen, Stiele und andere feste Traubenbestandteile, die bei der Maischegärung auf dem Saft schwimmen |
| U nach oben |
| UMPFROPFEN: |
| Wechsel der Rebsorte im Weinberg durch Aufsetzen eines Reises der neuen Sorte auf den abgesägten Stamm des alten Rebstocks |
| UMPUMPEN: |
| Bei der Maischegärung wird damit die > Extraktion intensiviert; dabei zieht man den gärenden Wein unten im Tank ab und gibt ihn mit einem Schlauch wieder oben auf den Tresterhut, so daß dieser umspült wird |
| UNTERLAGSREBE: |
| Rebstamm mit Wurzelsystem, wegen ihrer Resistenz gegen die Reblaus meist amerikanischen Ursprungs |
| URSPRUNGSBEZEICHNUNG: |
| gesetzlich geschützte Herkunftsangabe auf dem Etikett |
| UVA: |
| italienisch für Traube |
| UVA DI TROIA: |
| feine, rote Sorte aus Apulien; dort Hauptbestandteil von einigen DOC-Weinen, z.B. Castel del Monte Rosso |
| UVAGGIO: |
| italienisch für Traubengemisch für die Bereitung von Weinen, z.B. Chianti: Sangiovese + Canaiolo .... |
| V nach oben |
| VENDEMMIA: |
| italienisch für Weinlese ; manchmal auch für die Bezeichnung "Jahrgang" verwendet |
| VERDECA: |
| wichtige weiße Sorte in Apulien |
| VERDICCHIO: |
| vorherrschende weiße Traube in den Marken |
| VERDUZZO: |
| weiße Rebsorte aus Friaul; liefert auch in Venetien trockene und Dessertweine |
| VEREDELN: |
| Aufpfropfen eines Edelreises auf eine Unterlagsrebe > umpfropfen |
| VERMENTINO: |
| liefert in Sardinien weiße DOC-Weine |
| VERNACCIA DI ORISTANO: |
| nur am Oristano auf Sardinien angebaute weiße Sorte für Sherry-ähnliche Dessertweine; nicht verwandt mit Vernaccia di San Gimignano |
| VERNACCIA DI SAN GIMIGNANO: |
| alte Rebsorte für die Weißweine der berühmten türmerreichen Stadt in der Toskana |
| VERSCHNEIDEN: |
| Mischen von unterschiedlichen Weinpartien, Rebsorten oder Weinen aus verschiedenen Regionen zu einem neuen Wein |
| VESPAIOLA: |
| erbringt in Venetien trockene Weißweine und goldene Dessertweine |
| VIGNA / VIGNETO: |
| italienisch für Weinberg |
| VIGNAIOLO / VITICOLTORE: |
| italienisch für Winzer, Weinbauer |
| VINIFIKATION: |
| Weinbereitung; Keltern der Trauben und Vergären des Mostes |
| VINO DA TAGLIO: |
| italienisch für Verschnittwein, meist starker Rotwein |
| VINO DA TAVOLA / VdT: |
| italienisch für Tafelwein ; Bezeichnung für einfache, aber inzwischen auch für sehr hochwertige Weine in Italien, die nicht in die Kategorien des > DOC passen, weil sie z.B. mit neuer Traubenzusammensetzung produziert werden und dadurch keine DOC - Zulassung bekommen; seit 1996 werden VdT - Weine nur noch ohne Herkunfts-, Traubensorte- und Jahrgangsangabe in den Handel gebracht; Qualitätsbezeichnung wurde durch die IGT erweitert |
| VINO NOVELLO: |
| italienische Bezeichnung für einen neuen Wein, meist Rotwein, in der Art des Beaujolais nouveau bzw. primeur |
| VITE: |
| italienisch für Rebe |
| VITIGNO: |
| italienisch für Rebsorte, Traubensorte |
| VITIS VINIFERA: |
| lat. Bezeichnung für die aus Europa stammende, speziell zur Weinerzeugung geeignete Rebpflanze |
| VIVACE: |
| italienische Bezeichnung für einen spitzigen Wein |
| VOLLMUNDIG: |
| voller, körperreicher Wein mit höherem Alkoholgehalt |
| VORLAUFMOST: |
| der hochwertige Mostteil, der nach dem Mahlen der Trauben ohne weiteres Pressen von der Kelter läuft |
| W nach oben |
| WEINSÄURE: |
| Erwünschte, hochwertige Säure, die den größten Teil an der Gesamtsäure des Weins ausmacht, in kühlen, regnerischen Jahren jedoch im Geschmack von der harten Apfelsäure dominiert werden kann. |
| WEINSTEIN: |
| kristalline Ablagerungen, die gelegentlich auf dem Flaschenboden von Weißweinen zu finden sind. Dabei handelt es sich um Ablagerungen der Weinsäure, die sich im Jungwein, vor allem aber im Laufe des Alterungsprozesses bilden können. Kein Weinfehler, beeinträchtigt auch nicht den Geschmack. |
| Z nach oben |
| ZENTRIFUGIEREN: |
| vor allem in der Weinindustrie, aber auch bei vielen deutschen Winzern übliche Methode, um die Weißweinmoste vor der Gärung zu säubern. Umstritten, da nicht sehr schonend. |
ZUCKER: |
| > Traubenzucker |
| ZWEITE GÄRUNG: |
| Ausdruck für > Malolaktische Gärung |
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