Azienda Agricola
LE FRAGHE - Matilde Poggi

Cavaion Veronese  -  Venetien (Gardasee)

28 Hektar
100.000 Flaschen / Jahr
www.fraghe.it

Weingut LE FRAGHE - Matilde Poggi

Stellen Sie sich doch mal vor, Sie verspürten Lust auf einen Rotwein, der leicht und fruchtig ist, nicht sehr tanninhaltig, mit milder Säure, rund, ausgewogen und trinkig. Dieser tolle Rotwein sollte auch noch für sonnige Sommertage geeignet sein und aus einer landschaftlich reizvollen Gegend mit alter Weinbautradition stammen. Warum dann nicht einen Bardolino wählen? Einige werden jetzt die Nase rümpfen. Zu schlecht ist der Ruf des Bardolino, der heute den wenig würdevollen Status als Touristen- und Discountwein hat, obwohl er eine Art Kultwein war, lange vor Barolo und Brunello!


Matilde Poggi

Der Bardolino lässt sich vor Ort am Gardasee problemlos verkaufen. Der Tourismus ist dafür eine Garantie. Den Produzenten geht jedes Jahr vorzeitig der Bardolino aus, egal ob gut oder schlecht, verkauft wird alles. Der Mangel an Absatzsorgen ist kein geeignetes Umfeld für ausserordentliches Qualitätsstreben. Doch seit mehr als zwei Jahrzehnten stemmt sich eine Frau gegen diesen Trend und produziert mittlerweile einen Bardolino, der sogar in der Endausscheidung zu den „Tre Bicchieri“ des Weinführers «Vini d´Italia 2009“ Gambero Rosso - Slow Food» war und trotz Stahltankausbau verdiente „2 Gläser“ erhalten hatte. Es war bis dahin völlig neu, dass ein Bardolino sich als Kandidat zu den „Tre Bicchieri“ beweisen konnte! Apropos Bardolino, der Weinführer schreibt: „Es ist nur Matilde zu verdanken, die das Weingut mit Scharfsinn führt, hinsichtlich des eigenen Terrains hohe Maßstäbe setzt und diesen beispielhaften Bardolino hervorbringt.“

Gemeint ist Matilde Poggi, die inmitten des Herzens von Bardolino, in Cavaion Veronese, seit 1984 das mittelgrosse Familienweingut «Le Fraghe» bewirtschaftet. Sie gilt als Vorreiterin des Qualitätsstrebens, hat viel experimentiert, verschiedene Reberziehungssysteme und verschiedene Rebsorten auszuprobiert, eine hohe Pflanzdichte eingeführt und die Erträge stark reduziert.

Seit ihrer Kindheit befasst sie sich mit Wein und dessen Anbau. Für das Wechselspiel der Jahreszeiten fühlte sie schon immer eine große Begeisterung und so kam der Wunsch und das innere Bedürfnis, unter sorgfältiger Berücksichtigung des Terroirs, ihren eigenen Wein zu „gebären“.

Heute werden auf 28 Hektar überwiegend die Sorte Corvina angepflanzt, gefolgt von Rondinella, Cabernet Sauvignon und Franc, Pinot Grigio und Garganega. Die Landschaft um Le Fraghe herum liebt Matilde Poggi: Im Norden der alles überragende Monte Baldo, der Gardasee mit seinem typisch mediterranen Klima und das Etschtal (Valdadige), wo stets eine frische Brise weht. Eine wunderbare Landschaft, in der die Gletscher das Becken des Sees und das Flußbett der Etsch vor langer Zeit ausgehölt haben. Bei den Böden, auf denen die Bardolino-Reben wachsen, handelt es sich um die skelettreichen Ablagerungen des letzten Gletschers, der nach seinem Rückzug vor 10 000 Jahren den Gardasee hinterliess. All das möchte Matilde Poggi in ihren Weinen wiederfinden: Das Terroir, die Aromen der Landschaft, die Sonne im Glas. Wein ist flüssig gewordenes Sonnenlicht.


Verschlusssache Wein 

In Neuseeland sind 90 Prozent aller Weinflaschen bereits mit einem Schraubverschluss ausgestattet, in Australien sind es 60 Prozent. Auch in Deutschland werden bereits Millionen von Rieslingen mit dem Schraubverschluss versehen, der vielleicht ein bisschen unromantisch ist, aber eine sehr gute Antwort auf die immer höher ansteigende Quote von schlechten Korken darstellt. Denn der teuerste Wein ist immer noch der, der wegen Korkgeschmacks in den Ausguss wandert!

In Frankreich experimentieren selbst so berühmte Weingüter wie Chateau Margaux in Bordeaux und Domaine de la Romanée Conti in Burgund mit dem neuen Verschluss – mit Erfolg, wie beide schon öffentlich haben verlauten lassen. Nur aus Italien, dem größten Weinerzeugerland der Welt, hört man nichts.

Fast nichts, denn auch beim Thema Weinverschluss geht Matilde Poggi als eine der ersten Winzerinnen in Italien neue  Wege.

2008 machte sie ein kleines Experiment: Sie füllte im April die Hälfte ihres Bardolino-Roséweins "Ródon" in Flaschen mit Korkverschluss, die andere Hälfte in Flaschen mit Schraubverschluss. Danach ließ sie die Weine drei Monate liegen und probierte sie anschließend. Das Ergebnis? Der Wein mit dem Schraubverschluss war frischer und schmeckte fruchtiger als der Korken-Wein, dessen pink Farbe überdies schon ein wenig verblasst war.

Matilde Poggis Fazit: „Ich benutze künftig nur noch Schraubverschlüsse für den Chiaretto Ródon.“

Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen haben uns gelehrt, dass Wein keinen Sauerstoff braucht, um zu reifen. Folglich braucht er eigentlich auch keinen sauerstoffdurchlässigen Korken. Der Schraubverschluss ist absolut luftdicht. Der Wein reift langsamer, bleibt deshalb auch länger frisch. Die Männer, die 99 Prozent aller Weingüter in Italien vorstehen, haben Angst vor dieser Erkenntnis. Die Konsortien und die DOC/DOCG-Vorschriften verbieten oft den Einsatz des Schraubverschlusses.

Matilde Poggi, eine Frau, die auch hier den Mut hatte, sich in der Männerdomäne Italien gegen den Trend zu stellen und das zu tun, was nach Abwägung aller Vor- und Nachteile geboten ist: Auf den Korkverschluss teilweise zu verzichten. Nur der Bardolino wird im Moment noch mit beiden Verschlüssen abgefüllt. Die Flaschen mit Drehverschluß gehen hauptsächlich in den Export, die Flaschen mit Korkverschluss verbleiben größtenteils in Italien in der Gastronomie.

Matilde Poggi + Chiaretto RODON mit Drehverschluss und Naturkorken 

 
 
 
 
 
 

2009

Gargenega CAMPORENGO

Ausgebaut in Edelstahltanks, gekeltert aus 100% Garganega, der weißen Rebsorte des Veneto, die die Grundlage des Soave ist. Wenn die Garganega ertragsreduziert vinifiziert wird, erfreut sie mit frischer unaufdringlicher Säure und exotischer Frucht. Matilde Poggis köstlicher 2009er Garganega CAMPORENGO erfüllt hohe Ansprüche, ist fruchtig, rassig, glasklar mit komplexen Aromen. Feine floreale und pfeffrige Noten paaren sich mit Spuren von Akazien-, Pfirsich- und Apfeldüften. Am Gaumen stellt sich der Wein mit einer beachtlichen geschmacklichen Harmonie vor, langanhaltend und mit einem kräftigen Körper versehen. Bestechend ist sein Nachgeschmack, wo sich die Noten des Buketts wiederfinden. Ein universeller Essensbegleiter, der vor allem zu kalten Vorspeisen und Fischgerichten vorzüglich harmoniert.

IGT  13%
Ausverkauft
inkl. MwSt. zuzügl. Versandkosten
 

2009

Bardolino

Gekeltert aus 80% Corvina und 20% Rondinella zeigt der 2009er Bardolino Le Fraghe ein leuchtendes, mittleres Rubinrot mit purpurfarbenen Reflexen. Nach ausreichender Belüftung verströmt das einladende Bukett Noten roter Früchte und Beeren, ein Mix aus Kirscharomen, Heidelbeernuancen sowie  Spuren von Zimt, schwarzem Pfeffer und mineralischen Noten. Herausragendes Merkmal dieses Bardolino ist die Eleganz, mit der er sich an den Gaumen anlegt. Man schmeckt eine weiche Tannin-Struktur und ein perfektes Wechselspiel zwischen der Säure, die nicht überbetont wird, und einer saftigen, rotbeerigen Frucht. Auch die erdigen, mineralischen Nuancen, die bei «Le Fraghe» typisch für den Bardolino sind, sind Ausdruck der hohen Pflanzdichte im Weinberg (5.000 Reben pro Hektar), der Ertragsreduzierung und der skelettreichen Ablagerungen im Boden. Langanhaltend im Mund, zeigt der Wein zusätzlich Körper trotz moderaten Alkoholgehaltes. Trinkig, für viele Gelegenheiten geeignet, und auch im Sommer ganz leicht gekühlt wunderbar zu geniessen.

DOC  12%
7,90 EUR    (1 l = 10,53 EUR)
inkl. MwSt. zuzügl. Versandkosten

Strikte Handlese, die Trauben werden in kleinen Körben (max. 15 kg) transportiert, damit die Schalen nicht verletzt und gequetscht werden. Die zwei Rebsorten Corvina und Rondinella werden getrennt voneinander vinifiziert. Die Mazeration dauert durchschnittlich 7-8 Tage. Die Bearbeitung des Tresterhutes, die täglich ausgeführt wird, erfolgt morgens und abends. Ist die Maischegärung beendet, setzt, üblicherweise im Folgemonat, die malolaktische Gärung (Bezeichnung für die Umwandlung von Apfelsäure die milder schmeckende Milchsäure) ein, die bis zum Ende des Frühjahrs in Stahltanks ausgeführt wird, bevor dann abgefüllt wird.


2009

Bardolino Chiaretto RÓDON

Die zwei Rebsorten Corvina (80%) und Rondinella werden getrennt voneinander vinifiziert. Die Mazeration des Mostes, die mit den Traubenschalen erfolgt, wird bei niedriger Temperatur ausgeführt und dauert 6 - 8 Stunden, so dass die entzogenen Farbanteile so lebendig wie möglich und so intensiv wie nötig sind. Die temperaturkontrollierte Gärführung erfolgt bei 17°C., der Ausbau in Edelstahltanks. Jahresproduktion ca. 7.000 Flaschen. Gekühlt servieren bei 10 – 12°C.

Warum nicht mal wieder einen guten Rosato geniessen? Er passt zu vielen Gelegenheiten, begleitet feine Antipasti und Fischgerichte genauso gut wie deftige Grillgerichte. Vergessen Sie die dünnen Tröpfchen die nach Wasser mit Farbstoff schmecken und lassen Sie sich vom 2009er Bardolino Chiaretto RÓDON von Matilde Poggi überzeugen!

Seriöser Rosé ist salonfähig geworden. Helles Pink. Frisch, duftig, animierend und einladend in den Aromen. Feine floreale Düfte wie Rosen, gepaart mit Erdbeer- und Johannisbeeraromen und dezenter weißer Pfeffernote, verbreiten ein Gefühl von Sommer, Sonne, Urlaub. Perfekt zur aromatischen, mediterranen Küche. Die unmittelbare Frische und ein gut strukturierter Körper sind das Ergebnis eines ausgezeichneten Gleichgewichtes zwischen Frucht, Säure, Geschmack und Mineralität, die charakteristisch und bestimmend für das Terroir um Cavaion Veronese am Gardasee ist. Harmonisch balanciert, am Gaumen saftig rotbeerig, süffig, im Abgang wieder viel Frucht. Seine moderaten 12% benebeln nicht gleich die Sinne, seine rassige Frische macht ihn zum idealen Sommerwein. Augen schliessen, an den Gardasee denken, träumen und geniessen!

DOC  12%
Ausverkauft
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