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Die Colli Tortonesi liegen am östlichen Rand des Piemonts zwischen dem lombardischen Oltrepó Pavese und dem piemontesischen Monferrato. Der Landstrich ist ziemlich unentdeckt, obwohl er zentral nahe der Autobahn liegt und von Turin, Mailand und Genua in einer Stunde zu erreichen ist. Bisher wurde die Weinlandschaft des Piemonts in das Nordpiemont (Gattinara, Ghemme etc.), in das Roero (Arneis etc.), in das Monferrato (Barbera, Grignolino, Ruché etc.) und in die Langhe (Barolo, Barbaresco etc.) eingeteilt. Doch zukünftig muss man wohl auch die Hügel um das Städtchen Tortona dazu zählen, die Colli Tortonesi, auch Marca Obertenga genannt, denn ein Weißwein schickt sich an, zum neuen Star unter den italienischen Weißweinen zu werden: der TIMORASSO. |
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Der Timorasso ist keine Modeerfindung , er ist geschichtlich tief verwurzelt in den Colli Tortenesi. Vor 100 Jahren wurden im Gebiet praktisch nur Weißweine aus der Timorasso-Traube gekeltert. Nach dem zweiten Weltkrieg begann ein Rotwein-Boom in Italien und fast alle Timorasso-Rebstöcke wurden durch Barbera ersetzt. Der Timorasso war fast verschwunden, als 1987 der Winzer Walter Massa aus Neugierde die Trauben seiner verbliebenen 400 Rebstöcken, die vereinzelt zwischen den anderen Reben standen, zu 600 Liter Weißwein vinifizierte. Er war von dem Weißwein, der Fruchtigkeit, Struktur, Volumen und Eleganz hatte, so angetan, dass er sofort das Potenzial des Timorasso erkannte. Ohne diese kleine Episode, gäbe es wohl heute den Timorasso nicht mehr. |
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Der Timorasso ist seit dem 15. Jahrhundert im Gebiet der Colli Tortonesi bekannt . Die Rebstöcke wuchsen wild und eigenständig zwischen anderen landwirtschaftlichen Flächen. Die Sorte gilt als rustikal, sie bevorzugt karge Böden und kommt sogar mit reduzierter Wasserversorgung aus. Jüngere Recherchen haben ergeben, dass eine außergewöhnliche qualitative Performance ab 250 m ü. M. zu erzielen ist, und es hat sich gezeigt, dass sich ein heller lehmiger Boden am besten für die Timorasso-Reben eignet, so wie er in der Umgebung von Tortona zu finden ist. Die kompakten Trauben sind einfach erkennbar, da sie aus großen und kleinen Beeren gleichzeitig bestehen und teilweise kleine Zweige ohne Beeren besitzen.
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Aber man darf das Weingut nicht nur auf Timorasso beschränken, denn mit der gleichen Leidenschaft wie für den diesen außergewöhnlichen Weißwein, widmet sich Claudio Mariotto auch den Rotweinen, allen voran dem Barbera, gefolgt von den einheimischen Rebsorten Freisa und Croatina. Internationale Rebsorten wie Cabernet oder Chardonnay sucht man in den Colli Tortonesi vergebens, zu stolz sind die Winzer auf ihre einheimischen Sorten! |
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| Das Weingut von Claudio Mariotto liegt nur wenige Kilometer vom Weingut La Colombera der Familie Semino entfernt, und doch sind die Weine recht unterschiedlich. Die Timorasso-Weine von Claudio sind dunkler in der Farbe und in der Jugend noch etwas verschlossener, dafür ist die mineralisch-salzige Note stärker ausgeprägt. | |
2009 |
Timorasso DERTHONA |
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DOC 14% | ||||
| 14,80 EUR (1 l = 19,73 EUR) | |||||
| inkl. MwSt. zuzügl. Versandkosten | |||||
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